RFID Strichcode / Barcode
Vorweg lässt sich sagen, dass die
RFID-Technologie die
leistungsfähigste aller Auto-ID-Technologien ist und somit
eine große Palette an Einsatzmöglichkeiten bietet.
Im direkten
Vergleich mit dem Strichcode ist
RFID diesem in jeglicher,
technischer Hinsicht überlegen.
Sowohl Barcode als auch RFID habe ihren Haupteinsatzort im
Handel, der Industrie oder im Lager. Beide dienen dazu,
Artikel schnell zu identifizieren, ohne zeitintensives,
manuelles Abtippen von Seriennummern.
Beim Erfassen von Objekten muss bei der Barcode-Technologie
das Lesegerät immer direkt an den Barcode gehalten werden.
Dabei darf der Abstand zwischen Lesegerät und Barcode maximal
2 Meter betragen. Die Erfassung erfolgt also in der Regel
manuell. Der RFID Chip bietet hier einen sehr großen Vorteil:
er muss nicht direkt abgelesen werden – er sendet die Daten
auf Abruf. Weiterhin muss bei der
Barcode-Technologie jedes
Objekt einzeln erfasst werden – nicht so beim RFID-Tag.
Dank der Pulkerfassung können mehrere Objekte gleichzeitig
identifiziert werden. Ein weiterer großer Vorteil der RFIDChips
ist, dass sie beschrieben werden können. Beim Barcode
können die Informationen nur bei der Erstellung einmalig
hingefügt werden, der RFID-Chip kann jedoch an verschiedenen
Stationen mit neuen Informationen bestückt werden.
Im Folgenden haben wir die
Vor- und Nachteile der beiden
Technologien zur besseren Übersicht noch mal
gegenübergestellt.
Vergleich: RFID / Strichcode bzw. Barcode
Fazit: Der Strichcode im Vergleich mit RFID
Im direkten Vergleich mit dem Strichcode weist der RFID-Chip
natürlich zahlreiche Vorteile auf – aber eine globale Aussage
wie
„RFID ist der Nachfolger vom Barcode“ kann man unserer
Ansicht nach (noch) nicht treffen.
Oft ist ein Strichcode-
System einfacherer zu implementieren, kostengünstiger und für
den jeweiligen Anwendungsfall genauso effektiv.
Vor allem der
Kostenfaktor ist entscheidend. Hier geht es
nicht mal um die Kosten der einmaligen Erstellung der RFIDChips,
sondern vor allem um die Einführungskosten. Wenn eine
Supermarkt-Kette flächendeckend RFID im Einzelhandel
einsetzen würde, müssten hunderttausende Kassensysteme
nachgerüstet, Mitarbeiter geschult und sowohl die eigenen
Strukturen und Prozesse als auch die der Zulieferer geändert
werden. Die Kosten für eine solche Einführung wären enorm. Im
Handel wird der Strichcode also nicht so schnell abgelöst
werden.
Bei der Gegenüberstellung darf man natürlich auch nicht außer
Acht lassen, dass auch der Strichcode weiterentwickelt wurde:
2D-Barcodes zahlreiche Vorteile gegenüber den
klassischen Strichcodes und können somit als kostengünstiger
Alternative zur RFID-Technologie eingesetzt werden.
Abschließend lässt sich also sagen, dass bei der Auswahl einer
Auto-ID-Technologie wie Barcode oder RFID immer
der
Anwendungsfall bzw. der Einsatzort betrachtet werden muss.
Nicht überall macht die Implementierung von RFID-Chips Sinn.
Einerseits stehen die die Kosten nicht im Verhältnis zu den
resultierenden Vorteilen, andererseits reichen die
Eigenschaften der Barcode-Technologie für den gewünschten
Effekt mitunter auch aus.